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Metabolisches Syndrom – das tödliche Quartett

Was hat es mit dem metabolischen Syndrom auf sich? 

Es handelt sich dabei um 4 Krankheiten, die jede für sich genommen tödlich enden kann, in der Wechselwirkung mit den anderen 3 aber noch um so viel gefährlicher ist. Leider ist das metabolische Syndrom aber auch eine typische Zivilisationskrankheit der reicheren Länder. 

1. Fettleibigkeit. Damit ist extremes Übergewicht mit einem BMI von > 30 gemeint. (BMI-Berechnung: Gewicht / (Körpergröße²)). Gerade das Bauchfett ist mit größter Vorsicht zu genießen. Wir können davon ausgehen, dass der Ring, den wir nach außen (unter dem Hemd oder der Bluse) wahrnehmen, sich auch nach innen ausgeweitet hat und den Organen ihren rechtmäßigen Platz streitig macht. 

2. Bluthochdruck: „120 zu 80“. Wenn wir diese Zahl vom Arzt hören, nachdem dieser uns die Blutdruckmanschette am Oberarm angelegt hat, können wir dankbar sein; Bluthochdruck ist keines unserer Probleme. Die beiden Zahlen sagen nichts anderes aus, als mit wieviel Druck das Blut durch verengte Blutbahnen gepresst wird. Je höher der Druck aufgebaut werden muss, desto enger ist die Vene / Arterie. Als Vene wird die Blutbahn bezeichnet, die zum Herzen hinführt, als Arterie, die, die vom Herzen weg das Blut in den Körper leitet.

3. Fettstoffwechselstörung: Dabei handelt es sich um einen erhöhten Blutfettspiegel. Uns ist sicherlich das HDL bzw. LDL ein Begriff. HDL ist ein sogenanntes Lipoprotein (eine Verbindung aus Eiweißen und Fetten), das für den Abtransport von überschüssigem Cholesterin (Chola = Galle, Stearin = Fett) zuständig ist. Auf diese Weise verhindert es, dass sich Cholesterin in den Gefäßen ablagert und diese verengen. Es sollte bei 40mg / dl liegen. Das LDL hingegen liegt gut in einer Höhe bei 116mg / dl. Vielleicht merken Sie sich einfach, dass das HDL Ihre gute Begleitung ist und für Hab Dich lieb steht. Davon können wir schließlich nie genug haben

4. Insulinresistenz: Sobald Essen in unsere Mundhöhle gelangt, fängt auch unsere Verdauung an. Ohne jetzt auf alle Einzelheiten einzugehen, wissen wir, dass das schmackhafte Hähnchenfilet mit Brokkoli und Kartoffelpüree schlussendlich in Glucose abgebaut und über die Blutbahn in die einzelnen Körperorgane zu deren Stärkung weitergeleitet wird. Eine ganz wichtige Rolle spielt dabei auch die Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Diese sieht den erhöhten Blutzuckerspiegel (Glucose ist das kleinstmögliche Element von Zucker = Einfachzucker) und versucht diesen wieder auszugleichen. Durch Zugabe von Insulin wird dieser Einfachzucker anschließend in die Zellen weiter transportiert. Bei einer Insulinresistenz ist dieser Vorgang gestört, d.h. der Weitertransport stoppt, der Zucker bleibt also im Blut. 

Ihnen ist sicherlich aufgefallen, dass diese 4 Unterarten sich durchaus gegenseitig beeinflussen können: Bleibt z.B. bei einer Insulinresistenz zu viel Zucker im Blut, wird auch kein überschüssiges Fett aus den Depots benötigt, um den Energielevel aufrecht zu erhalten. Es ist ja ausreichend im Blut vorhanden. Folglich nehmen wir nichts von unserem Gewicht ab. Speichert sich wiederum zu viel Fett ein, hat das negative Konsequenzen für unsere Gefäße und auch Blutbahnen, die sich verengen und führt zu Bluthochdruck. Wir können es getrost einen Circulo Vicioso (span. für Teufelskreislauf) nennen. Das Schöne an der Sache ist aber, dass wenn wir an einer Stellschraube drehen und diese positiv und gesund beeinflussen, wir auch Erfolge in den anderen Bereichen erhalten werden. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker, guten und gesunden Fetten, viel Bewegung und einem sehr guten Ausgleich zwischen An- und Entspannung wird uns langfristig angewendet vom Metabolischen Syndrom fernhalten oder gar befreien. 

Wenn Sie weitere Fragen dazu haben und mehr wissen wollen bzw. endlich eines Ihrer Problemfelder angehen möchten, freue ich mich über eine Nachricht von Ihnen.

Erdbeergrüne Grüße,

Anke Pulverich