Archiv der Kategorie: Allgemein

Samen des Monats: Chia

Saludos aus Südamerika. Der Monat April widmet sich ganz dem „Superfood“ Chiasamen. An sich mag ich die Bezeichnung „Superfood“ nicht, weil Gott alles super und zu unserem Wohl geschaffen hat, aber sie wurde ihnen zugedacht, weil sie für die Gesundheit besonders wertvoll Chia seeds, a healthy source of antioxidants, omega 3 and fibersein sollen. Es gibt mittlerweile etliche Artikel, die sich mit ihnen befassen und natürlich hat auch die Ernährungsindustrie es hervorragend geschafft, sie werbewirksam in Szene zu setzen und für gutes Geld zu verkaufen! Nichtsdestotrotz finde ich diese kleinen schwarzen oder weißen Körner, die mit Wasser gequollen zu einer geleeartigen Masse werden, sehr interessant und verwende sie selbst nahezu regelmäßig in Müslis oder Smoothies.

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Gemüse des Monats: Feldsalat

Mäuseöhrchen-, Nüsschen-, Rapunzel- oder Sonnenwirbelsalat – Es gibt keinen Blattsalat, der solch Feldsalat-Ananas-Smoothiefantasievolle Namen sein eigen nennt wie der Feldsalat – unserem Gemüse des Monats März. Die Bezeichnung „Sonnenwirbel“ schreibt frau der Blattrosette zu und die Bezeichnung „Mäuseöhrchen“ verweist auf die Blätterform. „Nüsschen“ hingegen steht für den aromatisch-nussigen Geschmack, der durch Nussöl-Dressings oder Zugabe von Walnüssen oder Pinienkernen noch gesteigert werden kann. Weiterlesen

Gemüse des Monats Februar: Wirsing

Wer hätte gedacht, dass das Gemüse des Monats Februar eine Information zum Aufenthaltsort meines letzten Urlaubs gibt!? Der Wirsing, fr. „chou de Milan“ (Kohl aus Mailand) genannt, gehört zu der Gattung der Kopfkohle, die seit dem 8. Jahrhundert bekannt sind. Während die Unterscheidung von Weiß- und Rotkohl bereits auf das 11. Jhrdt zurück datiert werden kann, ist der Wirsing erst  seit dem 16. Jahrhundert benannt. Knapp 200 Jahre später kennen ihn auch die Deutschen als nahrhafte Mahlzeit. Zunächst als Armeleuteessen und wegen seines schlechten Geruchs verschrien, erfreut er sich heute zunehmender und weltweiter Beliebtheit.

WirsingDas Interessante an unserem Gemüse des Monats ist, dass er an sich das gesamte Jahr über in verschiedenen Varianten erhältlich ist und sich doch hartnäckig seinen Ruf als Wintergemüse beibehält. Grund dafür ist, dass er dann einfach am schmackhaftesten ist. Seine kürzere Wachstumszeit von ca. 13-40 Wochen (je Sorte und beabsichtigter Größe), sowie seine Fähigkeit am widerstandsfähigsten von allen Kohlarten gegenüber Frost zu sein, verleiht ihm weitere Vorteile.

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Gemüse des Monats Dezember: Rosenkohl

Die Kür zum Gemüse des MoRosenkohlnats Dezember hat der Rosenkohl als klarer Punktsieger für sich entschieden. Abgesehen davon, dass es mir wichtig ist, vor allem saisonale Gemüse- und Fruchtsorten jeden Monat vorzustellen, hat auch die Tatsache, dass es sich um das Lieblingsgemüse meines Vaters handelt, einen klaren Ausschlag gegeben.

Unser Gemüse des Monats ist eine 2-jährige Pflanze, die sehr gerne die Sonne und nährstoffreiche Böden mag und zur Familie der Kreuzblütler gehört. Gepflanzt wird vorwiegend im Frühling (April bis Mai) und an einem seiner bis zu 70 cm langen Stängel bilden sich spiralförmig aufsteigende Knospen, die im oberen Bereich in den Blattachseln stehen. Die Frühchen der abgeschnittenen Röschen, mit ihrer grün-weißen Farbgebung und einem Durchmesser zwischen 10 und 50mm werden im September geerntet. Hochsaison liegt aber in den Wintermonaten November und Dezember.

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Frucht des Monats November: Orange

Im Monat November stelle ich Ihnen eine weltbekannte Chinesin vor, die vor allem in der Herbst- und noch mehr in der Winterzeit ein gern gesehener Gast in den Häusern wird. Ihr niederdeutscher Name lautet Appelsina (Apfel aus China/Sina). Es handelt sich um die Orange. Neben der orangen Frucht, erhielt auch die Farbe und ihr Träger, ein immergrüner Baum, den gleichen Namen.

fresh orange on white background

Der korrekte botanische Name der Frucht Orange macht sie zur Citrus sinensis und gibt auch schon einen Hinweis auf ihre große Familie der Zitruspflanzen. Die wiederum gehört zur Sippe der Rautengewächse und kommt ursprünglich aus China bzw. Südostasien. Orange´s Eltern sind die Mandarine (Citrus reticulata) und die Pampelmuse (Citrus maxima). Die große Schwester der Orange ist die Bitterorange, die wegen ihrer komplett anderen Verwendung von ihrer süßen kleinen Schwester unterschieden wird. Allerdings hat es dieses bittere Früchtchen bereits im 11 Jhrdt. nach Italien verschlagen während die süße Variante erst im 15. Jhrdt. das Licht der europäischen Welt erblickt hat und Portugal zu ihrem ersten Aufenthaltsort machte.

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Gemüse des Monats Oktober: Blumenkohl

different cauliflower broccoli green yellow and purpleIm Oktober schenke ich Ihnen einen bunten Strauß Rosen der ganz besonderen Art. Das Gemüse, das es diesmal zum Gemüse des Monats geschafft hat, wird auch „der König unter den Kohlsorten“ genannt. Es handelt sich um Blumenkohl, der sich zu den beliebtesten Gemüsesorten weltweit zählen darf. Am bekanntesten ist (in deutschen Landen) tatsächlich der weiße Blumenkohl. Aber auch andere Sorten, wie der grüne und spitzere Romanesco oder der etwas unbekanntere violette Blumenkohl, der seine Farbe durch intensive Sonneneinstrahlung bekommt, gewinnen immer mehr Liebhaber.

Er hat viele Namen; Minarett-Kohl, Karfiol, Käsekohl, Blütenkohl oder auch Traubenkohl. Was ihnen allen gemeinsam ist, ist, dass er ursprünglich von der Urform „Brassica Oleracea“ aus Kleinasien, vermutlich Zypern, abstammt und von Kreuzfahrern nach Europa gebracht wurde. Für sich entdeckt, haben ihn als erstes die Italiener, gefolgt von ihren französischen Nachbarn. Eine der ältesten Abbildungen findet sich im Kräuterbuch des Botanikers und Arztes Joachim Camerarius des Jüngeren, das 1586 erschien.

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Gemüse des Monats September: Kartoffel

Dem Gemüse des Monats September – der Kartoffel (fr. Pommes de terre) ­– auch nur ansatzweise auf ca. 2 DIN A4-Seiten gerecht zu werden, ist nahezu unmöglich. Sie ist extrem Kartoffelsortenvielschichtig und nicht nur die Ernährungskunde sondern auch die Literatur und Kunst zollte ihr immer wieder ihren Tribut. Ein wenig von Ihrer Wichtigkeit lässt sich erahnen, wenn Sie sich vor Augen halten, dass weltweit jährlich ca. 380 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet werden und sie nicht nur eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt ist, sondern auch als Futtermittel und Industrierohstoff Einsatz findet.

Uns ist sie gemeinhin bekannt als eine Nutzpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse, zu der auch Tomaten, Paprika und selbst Tabak gehören. In der Regel meint man mit Kartoffeln die unterirdischen Knollen, die jedes Jahr im Frühherbst aus der Erde geerntet werden. Kartoffelpflanzen sind aufrecht oder kletternd wachsende, krautige Pflanzen, die überirdisch 1 m hoch werden können. Unterirdisch bzw. kurz über der Oberfläche bildet die Pflanze knollentragende Stolonen (lange Sprossausläufer mit wenigen Blättern) aus. Die im Licht gelagerten ergrünten Pflanzenteile der Kartoffel enthalten Alkaloide in konzentrierter Form, unter anderem Solanin. Diese gelten als eine natürliche Abwehrbarriere gegen Bakterien und Insekten und machen aus diesem Grund die Kartoffeln auch für Menschen nicht mehr genießbar.

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Gemüse des Monats August: Zucchini

Der Monat August widmet sich dem „kleinen Kürbis“, der Zucchini bzw. schweizerdeutsch Zuchetto. Ursprünglich in Nord- und Südamerika kultiviert, kam der Gartenkürbis im 17. Jahrhundert nach Europa. Fresh organic zucchini on the wooden tableFindige italienische Züchter kultivierten daraus den „kleinen Kürbis“ – die Zucchini und vermarkteten sie entsprechend. Der eigens angesetzte Feiertag, der „giorno dello zucchetto“ wird seit dem 17. Jahrhundert bis heute am 7. Mai begangen.

Als kleine Schwester zum Gartenkürbis lässt sich natürlich einige Ähnlichkeit erkennen. Jedoch sind ihre Blätter deutlich kleiner und neigen weniger zur Bildung von Ranken. Die Farbpalette der uns bekannten Gemüsesorte reicht von gelb bis dunkelgrün. Die Aussaat der Zucchini erfolgt Mitte April bis Mitte/Ende Mai auf ausreichend feuchtem Boden und ab einer Länge von ca. 10cm (im noch unreifen Zustand!) wird sie schließlich von Juni bis Oktober geerntet. Der Daumenwert besagt, dass je kleiner die Zucchini im Erntezustand sind, desto zarter ist ihr Fruchtfleisch. Wer jedoch den Geschmack des Kürbisses mag, lässt sie wachsen und kann sie anschließend als solchen verarbeiten. Aber nicht nur das Gemüse ist lecker, auch die handgroße gelbe (männliche) Blüte ist nicht nur etwas für das Auge sondern auch für den Verzehr geeignet und gilt sogar als eine ganz spezielle Delikatesse im Salat.

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Frucht des Monats Juli: Mango

In diesem Monat stelle ich Ihnen die Lieblingsfrucht meiner Mama vor – die Mango. Die meisten kennen Sie im Zusammenspiel mit Maracuja als Saft, aber auch als Einzelkämpfer ist sie überaus beliebt und super lecker. Die Mango ist eine ziemlich „altbekannte Lady“, wird sie doch schon seit über 4000 Jahren, vor allem in Indien, angebaut. Auch heute noch steht Indien unangefochten auf Platz 1 der Mangoproduktion, gefolgt von weiteren asiatischen Staaten wie China oder den Philippinen.

mango fruit isolated on white backgroundIn den hinduistischen Veden soll sie bereits 1200 v. Chr. das erste Mal als „Götterspeise“ vorgestellt worden sein. Das Wort Mango selbst ist drawidischen Ursprungs, d.h. von einem Volk aus Südindien stammend. Portugiesischen Seefahrern wird nachgesagt, sie im 16. Jhrd. nach Europa gesegelt zu haben und noch heute gilt das Nachbarland Spanien als eines der wenigen europäischen Anbaugebiete. Die erste „europäische“ Erwähnung der Mango soll sich im sehr anschaulichen und für seine Zeit weit verbreiteten Reisebericht des Italieners Ludovico de Varthema aus dem Jahr 1510 befinden.

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Gemüse des Monats Juni: Quinoa

In diesem Monat reisen wir nach Südamerika zu den Andenvölker und schauen uns eine ihrer QuinoaGold-schätze an – Quinoa. Von den Inkas selbst wird es sogar als das Muttergetreide bezeichnet, da es als sehr gesund und stärkend gilt. Wer nun aber den Schluss zieht, dass es sich auch tatsächlich um Getreide handelt, weit gefehlt. Das Inka-Getreide ist ein Gänsefussgewächs (Chenopodium) und gehört damit zur selben Pflanzenfamilie wie Rote Bete oder Spinat.

Auch heute noch wird es vorwiegend in Peru und Bolivien angebaut und gilt als sehr robust. Selbst extreme Witterungsbedingungen behindern das Gedeihen ebenso wenig wie schlechte Böden. Die Körnerfrucht entwickelt etwa hirsegroße Samen von braun-roter, goldgelber bis weißer Farbe und ist sehr ergiebig, da sowohl die Samen als auch die Blätter (vor allem im Salat) für eine gesunde Zubereitung geeignet sind.

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